Lionel Messi und Lamine Yamal: Von einem ikonischen Babyfoto bis zum WM-Finale
Fast zwei Jahrzehnte nachdem Lionel Messi das Baby Lamine Yamal während eines Benefiz-Fotoshootings im Arm hielt, treffen die beiden Fußballstars nun auf der größten Bühne der Weltmeisterschaft aufeinander.
Eine der außergewöhnlichsten Geschichten des Fußballs erreicht bald ihr unvergessliches letztes Kapitel auf der größten Bühne überhaupt. Im Jahr 2007 nahm ein 20-jähriger Lionel Messi an einem von UNICEF und der spanischen Zeitung Diario Sport organisierten Fotoshooting für einen Wohltätigkeitskalender teil. Dabei wurde er dabei fotografiert, wie er den Säugling Lamine Yamal in einer kleinen Plastikwanne im Camp Nou in Barcelona sanft badete und hielt. Yamals Familie hatte sich ihren Platz beim Fotoshooting durch eine lokale Tombola in Rocafonda verdient und hätte nie gedacht, dass der schüchterne junge Barcelona-Star neben ihrem Baby einer der größten Fußballer aller Zeiten werden würde – oder dass das Kind in seinen Armen eines Tages aufstehen und ihn herausfordern würde. Yamal wurde als Sohn eines marokkanischen Vaters und einer äquatorialguineischen Mutter geboren und wuchs in bescheidenen Verhältnissen im multikulturellen Arbeiterviertel Rocafonda auf, einer Gemeinschaft, die er durch seine berühmte „304“-Torfeier weiterhin stolz vertritt. Fast zwei Jahrzehnte nach der Aufnahme dieses bemerkenswerten Fotos bereiten sich die beiden nun auf ein Wiedersehen unter Umständen vor, die niemand vorhersehen konnte: Messi wird Titelverteidiger Argentinien gegen Yamals Spanien im Finale der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 in East Rutherford, New Jersey, anführen. Einmal hielt Messi Yamal vorsichtig in seinen Armen; Jetzt wird die spanische Sensation der legendären Figur seines Kindheitsfotos gegenüberstehen und darum kämpfen, ihm die WM-Trophäe abzunehmen. Es ist mehr als ein Finale zwischen Argentinien und Spanien – es ist eine Begegnung der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Fußballs und vielleicht der poetischste Zufall, den dieser Sport je erlebt hat.