Was ist xG (Expected Goals)?
Expected Goals (xG) ist eine statistische Kennzahl, die die Qualität von Torchancen im Fußball misst. Jeder Schuss erhält einen Wahrscheinlichkeitswert zwischen 0 und 1, der angibt, wie wahrscheinlich es ist, dass dieser Schuss auf Basis historischer Daten aus Tausenden ähnlicher Situationen zu einem Tor führt.
Wie wird xG berechnet?
xG wird berechnet, indem für jeden Schuss mehrere Faktoren analysiert werden: Entfernung zum Tor, Schusswinkel, verwendeter Körperteil (Fuß, Kopf), Art der Vorlage (Steilpass, Flanke, Standardsituation), Anzahl der Verteidiger zwischen Schützen und Tor sowie ob es sich um ein Eins-gegen-eins handelt. Maschinelle Lernmodelle, trainiert an Hunderttausenden von Schüssen, liefern anschließend die Wahrscheinlichkeitswerte.
Warum ist xG wichtig?
xG hilft dabei, Glück von Können zu trennen. Ein Team, das konstant mehr Tore erzielt als sein xG vorhersagt, könnte einen herausragenden Vollstrecker haben, während ein Team, das hinter seinem xG zurückbleibt, Pech haben oder schwach im Abschluss sein könnte. Im Zeitverlauf tendieren tatsächliche Tore dazu, sich dem xG anzunähern, wodurch xG ein starkes Vorhersageinstrument wird.
xG im Teamvergleich
Beim Vergleich zweier Teams ist die xG-Differenz (erzielte xG minus zugelassene xG) einer der stärksten Indikatoren für die tatsächliche Teamqualität. Ein Team mit hohem xG, aber wenigen realen Toren, dürfte sich wahrscheinlich verbessern, während ein Team, das deutlich mehr Tore erzielt als sein xG, tendenziell regressieren könnte.
Einschränkungen von xG
xG berücksichtigt nicht die individuelle Qualität einzelner Spieler, taktische Ansätze, die bessere Abschlusspositionen schaffen, oder die Qualität des Torhüters. xG sollte idealerweise zusammen mit anderen Metriken verwendet werden und nicht isoliert betrachtet werden.
Wie TipsYe xG einsetzt
TipsYe integriert xG-Daten in Teamvergleiche und Power-Ratings. Wenn du zwei Teams vergleichst, zeigt die xG-Analyse, welches Team bessere Chancen kreiert und welches im Abschluss effizienter bzw. klinischer ist.